1970 - 1971 |
Der Arbeitsvertrag kam nach dem Einstellungstest per Telegramm. (Damals hatte man noch kein Fax und E-mail erst recht nicht) Ausbildung im Rechenzentrum Dortmund zum Spezialisten für Anwendung und Programmierung Und bitte nicht lachen wegen meines Einstiegsgehaltes in Höhe von DM 1.450. Das wären heute umgerechnet ca. 2.100 €. |
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1972 - 1974 |
Programmierung von Anwendungen in u.a. COBOL + PL/1 sowie Betreuung von Systemkunden: - Vertriebsinformationssystem für eine Dortmunder Brauerei - Kostenrechnung für maschinenbaukonzern in Oberhausen - Fakturierung mit Beleglesung für Lebensmittelkette in Hattingen - Vertriebsstatistik für Fleischwarenkonzern in Versmold |
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1975 - 1982 |
Wechsel in den Vertrieb von Services Damals hieß das Datenservice und Remote Access Service. Heute würde man sagen ASP, Housing, Hosting, Outsourcing |
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1983 - 1984 |
Rotation vom 'Feld' in den 'Stab' Marketing-Stab im headquarter Stuttgart / Böblingen Produkt-Marketing für: - ein nur im Service angebotenes Produkt relationaler Datenbanken: DB12 - der Vorläufer von DB2 - ein auch zunächst nur im Service angebotenes Produkt IBM AS Application System Assessment Center Danach CAM Country Announcement Manager für IBM AS Mehrwöchige Kurzaufenthalte in Warwick (UK), Paris und Brüssel |
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1985 - 1986 |
Vertrieb International Network Service (Nicht zu verwechseln mit dem Internet; das gab es zwar damals schon, IBM war auch stark daran beteiligt, es wurde aber noch nicht kommerziell genutzt.) Das internationale IBM Netz basierte damals auf einer anderen Netzwerkarchitektur - nicht so universell, aber dafür wirklich sicher. |
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1987 - 1988 |
Projektgebundene Aufgaben: - Leitung des IBM CeBIT Segmentes International Network - Projektleitung E-mail Network für die Bertelsmann Gruppe |
International Award in Tampa, FL Teilnahme als einer von 2 Deutschen |
1989 - 1994 |
Leitender Vertriebsbeauftragter für Network Services Announcement IBM Connect Veröffentlichung zweier Referenzprojekte 1992 Übernahme in die Tochtergesellschaft IBM Systeme & Netze GmbH Mitglied des Gesamtbetriebsrates und Sprecher des Wirtschaftsausschusses ... Zum 10. mal den 100& Club erreicht |
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Die Teilnahme im Jahr 1992 an einer Weiterbildung - IBM Presidents Claas - gehört zu den Ereignissen, die viele Jahre in Erinnerung bleiben und bis heute nachwirken. |
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Die Trennung |
Eine Reihe von Entwicklungen führte bei mir zu Überlegungen, an deren Ende der Entschluss stand, "meine Firma" zu verlassen. - ich hatte mit eigenen Augen eine Leistung eines Rechenzentrums in der Größe eines Pilotenkoffers gesehen, aber man verfolgte es nicht, um sich nicht den Markt der Großsysteme kaputt zu machen. So ignorierte IBM Ende der 80er Jahre den kommenden PC Markt, ein Wunder, daß man überhaupt noch teilnehmen konnte. Bill Gates hatte man aber verprellt mit seinem DOS und späteren Windows, weil man nicht mit einem Garagenerfinder zusammen arbeiten wollte.
- man zerteilte die IBM in fünf kleine Gesellschaften, um aus den IG Metall Tarifverträgen herauszukommen, übersah dabei aber, daß die meisten Mitarbeiter ohnehin schon mahr als 38,5 Std arbeiteten - ohne Zuschläge, weil wir ohnehin alle AT waren. Diese und andere Fehlentscheidungen sind für mich unlösbar mit dem namen Hans-Olaf Henkel verbunden. Eins von vielen Beispielen, daß auch sehr kluge Menschen dummes Zeug reden und Mist bauen können.
- Es gab z.B. Ende der 80er einen Verbesserungsvorschlag, aus den Funktionen scannen, kopieren, drucken und übertragen ein Multifunktionsgerät zu entwickeln. Man lachte und schenkte dem Einsender ein kleines Taschenmesser als Trost. Heute sind die sog. 4in1 Geräte nicht mehr wegzudenken. Es gab eine Zeit bei IBM, in der die schiere Größe das Denken blockierte.
- das Wichtigste: ich hatte mich spezialisiert auf die Thematik Netzwerke. Durch mein Insiderwissen belam ich mit, daß IBM an diesem Thema das Intersesse verlor, obwohl noch behauptet wurde: "wer das Netz hat, hat den Kunden". Als IBM dann auch noch Personal mit goldenem Handschlag abbauen wollte, griff ich zu. |
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Damals war es richtig.
Obwohl man mir die Urkunde für den 10. 100% Club in 1993 verweigerte, weil die im April 1994 verteilt wurde und ich bereist Ende März ausschied. Und obwohl ich damit nicht in den sog. 25-Jahrs-Club kam, es war ein Jahr zu früh.
Aber ich wußte, daß ich mit meinem Spezialgebiet - Netzwerke - nicht die Rente bei IBM erreichen könnte, und ich wollte gehen, solange es noch vergoldet wurde.
Schon 1995 wurde ich der erste externe Vertriebspartner dediziert für den Netzwerk-Bereich, 1999 verkaufte IBM diesen Bereich an AT&T.
Später habe ich oft gezweifelt und auch meinen Schritt gelegentlich bereut. Aber da keiner in die Zukunft sehen kann, war die Entscheidung 1994 so schlecht nicht. |
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